Zweifarbige Lanzenotter, Guatemala-Palmenlanzenotter (BOCOURT, 1868)
Sie besitzen 8-12 Supralabiale, 9-14 Infralabiale, 157-175 Ventralia bei Männchen und 156-174 bei Weibchen sowie 58-75 ungeteilte Subcaudalia bei Männchen und 57-65 bei Weibchen. Weiter hat sie gekielte Dorsalia (Rückenschuppen) in 21 Reihen in der Körpermitte. Speziell sind die wirklich kleinen Schuppen auf der Kopfoberseite. Die Tiere aus Mexiko haben im gegensatz zu den Tieren aus Guatemala blaue zwischenränder und blau am Rande einiger Schuppen. Die Schwanzspitze ist rauchgrau bis schwarz.
(Herpetofauna Mexicana Vol.1, Snakes of Mexiko, Peter Heimes)
Vorkommen:
Mexico (SW Chiapas), Guatemala, along the Pacific versant of the southern Volcanic Cordillera
Unsere Tiere sind ursprünglich aus La Sepultura NP in Chiapas. Reserva de la Biosfera La Sepultura, ein UNESCO-Biosphärenreservat im Bundesstaat Chiapas in Südmexico, im Bereich der Sierra Madre de Chiapas, zwischen der Pazifikküste und dem zentralen Hochland.
Typuslokalität: Wälder von St. Augustin, am Westhang der Kordillere, Departamento de Sololá, Guatemala, 610 m höhe
(Reptile-database.reptarium.cz)
Länge: Zwischen 55 und 70cm in der Regel, selten länger
Lebensraum:
Sie kommt in mittleren und mittleren Höhenlagen von 500-2000m ü. Meer an der Pazifikseite von der Sierra Madre de Chiapas im Süden bis zur vulkanischen Kordillen Guatemalas vor. Sie ist ein Baumbewohner von immergrünen saisonalen Wälder, niedrigen Bergregenwälder und Nebelwälder. Sie ist Tag- und Nachtaktiv und oft auch an Bächen anzutreffen. Mit dem Schwanz übt sie das Caudal Luring aus. Die Nachzuchten kommen lebend zur Welt, zwischen 3 und 6 Babys pro Wurf mit einer Länge zwischen 21 und 25,2 cm.
Das Klima dort kann man wegen den verschiedenen Höhenlagen grob in 3 Zonen einteilen. Allgemein herscht ein feuchtes, tropisches Klima mit einer ausgeprägten Trocken- und Regenzeit.
Tiefland und Pazifikseite (unter 800m): Feucht-heisses Tropenklima. Ganzjährig warm bis heiss, durchschnittlich 25-30°C. Hoher Niederschlag von Mai bis Oktober, Trockenzeit von November bis April.
Mittelgebirgslagen (800-1800m): Genässigtes, feuchtes Bergklima. Temperaturen sind im Durchschnitt zwischen kühlen 18-24°C. In höheren Lagen können die Nächte besonders in der Trockenzeit frisch sein. Hier bilden sich oft Nebelwälder. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch durch den Nebel und Nieselregen.
Höhenlage (üpber 1800 m): Kühles feuchtes Bergklima. Die Temperaturen fallen Nachts teilweise unter 10°C
Zur Zeit haben wir ein Pärchen, geboren im November 2023, das sich sehr gut entwickelt.
Die Aufzucht erfolgte in kleinen Terrarien von 30/40/50 mit Erde, Moos, Klettermöglichkeiten und einer Efeutute die alles überwuchs. 24-26° Tagestemperaturen die in der Nacht auf 18°C gehen waren optimal. Jetzt sind sie in das nächst grössere Terrarium gekommen mit den Abmessungen 90/60/70cm. Neben einer tropischen Regenwaldeinrichtung haben sie nun auch einen Wärmeplatz mittels einer 35Watt UV-Spot. Die echten Pflanzen zwingen mich regelmäsig zu giessen und natürlich auch zu sprühen. Man muss ihnen eine gute Nachtabkühlung ermöglichen können.

