Trimeresulus insularis

Weisslippen Inselgrubenotter (KRAMER, 1977)

 

Vorkommen:
Indonesia (Adonara, Alor, Bali, Flores, Komodo, Lombok, Padar, Rinca, Romang, Roti, Sumba, Sumbawa, Timor, Wetar, Java), Timor-Leste (Quelle: Reptile-Database)
Unsere Tiere kommen ursprünglich von der insel Komodo

Habitus:
Wir haben die blaue Farbforn. Es gibt sie auch in Grün oder Gelb. Die Babys kommen türkis/grünlich auf die Welt. Die Umfärbung erfolgt innert eines jahres in Blau. Es gibt Tiere mit roten Augen die etwas weniger stk blau werden und Tiere mit silbrigen Augen die stärler blau werden im Alter. Die Männchen bleiben mit bis zu 40cm kleiner als die Weibchen die bis 60cm lang werden.

Lebensraum:
Die nachtaktive Baumbewohnerin lebt im Regenwald. Komodo hat das tropische Monsumklima. Die Durchschnittstemperaturen im Jahr liegen bei 30-31°C am Tag. Ab September bis Dezember sind die Tagestemperaturen zwischen 29 und 31°, ansonsten zwischen 27 und 28°C. In der Nacht pendelt es zwischen 22 und 25°C. Von November bis März gibt es Herbststürme und viel Regen. Zwischen Juni und September herscht eine Trockenzeit. 

Haltung:
Die Aufzucht der kleinen erfolgt einzeln in entsprechend grossen Aufzuchtbecken. Mit etwas ärgern fressen sie selbständig Babymäuse. Zum Teil beissen sie zu und behalten es im Maul, zum Teil lassen sie es fallen und gehen es später auf dem boden holen zum fressen. Wichtig ist dass sie einmal zugebissen haben. Mit nur auf den Boden legen hatten wir keinen Erfolg, sie zum fressen zu bringen.
Klettermöglichkeiten, Pflanzen sowie ein Wasserbecken sind selbstverständlich. Die Nachttemperaturen in der Nacht im Winter können bis 20° fallen, das vertragen sie. Tagestemperaturen zwischen 27 und 30° wären ideal. Dadurch entfällt ein Spot für einen lokalen Wärmeplatz. Im Winter sollte man mehr Sprühen, da das die Regenzeit ist. Im Sommer ist das Klima trocken um 26-27°C. Die Paarungszeit ist ende Monsumzeit im April wenn die Tiefdruck-Herbststürme nachlassen. Als Vivipare Schlange bringt sie die Babys lebend auf die Welt.

Gift und Wirkung:
Das Gift von insularis ist vorwiegend Blutgerinnungsfördernd. Vermutlich wirkt es auch auf die Muskulatur. Grosse Schmerz im Bereich der Bissstelle, eine starke Schwellungen und Nekrosen können auftretten. Kopfschmerzen, Übelkeit und Bauchschmerzen sind weitere Begleiterscheinungen. Außerdem kann es zu Gerinnungsstörungen mit Einblutungen in verschiedene Gewebe bzw. Organe kommen.
Es gibt kein spezifisches Antivenin. Doch das thailändische Antivenin Green Pit Viper kann für Bissunfälle gebraucht werden.
http://www.antivenoms.toxinfo.med.tum.de/productinfo/GREEN_PIT_VIPER_ANTIVENIN.html