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Crotalus tigris

Tiger- Klapperschlange (KENNICOTT (1859)

 Crotalus tigris hat einen wirklich sehr kleinen Kopf und dafür eine sehr lange Rassel. Es ist eine kleinbleibende Klapperschlangenart die in der Regel zwischen 55 und 85 cm lang wird. Die Männchen werden etwas grösser als die Weibchen. Die dorsalen Querbänder haben ihr den Namen tigris gegeben. Die Schwanzlänge der Männchen ist etwa 50% länger als der der Weibchen. 
Das obere Präokular wird durch Kontakt zwischen dem hinteren Canthal und dem Loreal daran gehindert, das Postnasale zu berühren. Es gibt 11-37 Schuppen im internasal-präfrontalen Bereich, 3-8 Intersupraokulare, 4 Canthale und 2 Supraokulare. Die Präsanale grenzen an die rostrale und die erste supralabiale Skala. Die ubokulare und Supralabials sind gelegentlich in Kontakt. Es gint 11-16 supralabiale und 11-16 (normalerweise 13-15) infralabiale. Die dorsalen Schuppen des Mittelkörpers, die alle gekielt sind, sind in 20-27 (normalerweise 23) Reihen angeordnet. Männchen haben 156-172 ventrale und 23-27 subcaudale und weibchen haben 164-177 ventrale und 16-21 subcaudale. Bei tigris fehlen normalerweise die schwarz-weissen Schwanzbänder. 

Vorkommen:
Crotalus tigris kommt vom südlichen Rand der Arizona Transition Zone südlich durch eien grossteil von Süd-Zentral-Arizona, durch den grössten Teil von Sonora bis in die Nähe von El Zapote. In Sonora stammen die meisten Aufzeichnungen von der Westseite der Sierra Madre Occidental und den damit verbundenen angeordneten Bergketten (z. B. Bergketten zwischen Sonoyta und Caborca). Sie kommt auch auf der Isla Tiburón im Meer von Cortés vor. In Arizona erreicht sie ihre nördliche Grenze am südlichen Rand der Arizona Transition Zone in der Region , die sich vom südlichen Rand der Bradshaw Mountains bis zur östlichen Bajade von Four Peaks erstreckt. Von Four Peaks folgt der östliche Rand der Verbreitung einer Linie nach Süden durch die San Tan und die Superstition-Berge zum Picketpost Mountain, dann südöstlich zu den Mescal Mountains und nach Süden des San Pedro River Vallay nach San Manuel. Von San Manuel aus folgt der östliche Rand der Verbreitung den östlichen Hängen der Berge Santa Catalina, Rincon und Santa Rita bis zu den Bergen Atascosa, Pajarito und Tumacacori. Der östlichen Seite der Berge Santa Catalina und Rincon. Der westliche Rand der Verbreitung verläuft von den Vulture Mountains südlich bis zu den Buckeye Hills, von da an wieder nach Süden zu den Bergen Agua Dulce, Bates und Little Ajo. Sie ist in Höhenlagen vom Meer aus bis auf 1460 m ü. Meer anzutreffen. Ein Exemplar würde südlich von Tucson auf 1555 m. ü. Meer gefunden. Sie bewohnt vorwiegend unzugängliche felsige Ausläufergebiete wo sie auch gut getarnt lebt. Sie kommt jedoch auch in Talbodenumgebung oder Schluchten vor. In höhren Lagen kann sie aber auch in Semiwüsert-Grasland und Eichensavannen gefunden werden. 
Wir haben ein Pärchen von den Santa Rita Mountains und ein Pärchen unbekannter Herkunft. 

Lebensweise:
Von Oktober bis März sind sie in der Hibernation im Gebirge und zwischen Februar (Weibchen) und Mai (Männchen) kommen sie aus der Hibernation. Männchen bleiben oft bis zu einem Monat länger im Winterquartier als die Weibchen. Von April bis Juni kommen sie in tiefere lagen. Wenn der Sommerregen einsetzt (Ende Juni bis Anfang Juli) ist fressen und die Paarungszeit angesagt. Von September an begeben sie sich wieder langsam in ihre Winterquartiere zurück. 

In der Natur frisst sie was sie bekommt und was sie erbeuten kann. Das sind vorwiegend Echsen und Nager, selten Vögel. In Gefangenschaft fressen sie ohne Probleme Mäuse. 
Die Aktivitätszeit wird bei tigris mehr durch die Umgebungstemperatur als durch Tag- und Nacht bestimmt. Wobei die Aktive Zeit von Männchen und Weibchen unterschiedlich sein können. Bei ganz heissen Tagen wird die Aktivität jedoch in die Nacht verlegt. Die Weibchen sind auch viel Ortstreuer als die Männchen. 
Die Paarungszeit ist von anfangs Juli bis anfangs Oktober. Die Babys werden jedoch erst im nächsten Jahr geboren. Je nach Vorkommen kann es sein dass sie alle 1-2 Jahre oder auch nur alle 4-5 Jahre Babys produzieren. Die Anzahl der Jungen kann zwischen 1 und 7 varieren und sie kommen zwischen anfangs Juli und mitte August zur Welt.  (Quelle: Snake of Arizona, Holycross & Mitchell)

Haltung:
Bei uns werden die tigris Paarweise in grossen Terrarien gehalten. Als Bodengrund verwenden wir ein Erde-Sandgemisch und mit Steinen gestalten wir Feldvorsprünge, enge Verstecke, Liegeflächen und Sonnenplätze. Neben einer LED-Tagesbeleuchtung gibt es auch Wärmeplätze mit UV-Spots. Echte Pflanzen und ein grosses Wasserbecken verfollständigen die Einrichtung. Unsere tigris sind im Klimaraum zu Hause. Der Klimaraum nennt sich so weil wir im Winter den ganzen Raum herunterkühlen und so die Tiere ihre Hibernation im Terrarium durchführen können. Die Beleuchtung wird reduziert, die Spots abgeschalten und das offene Fenster ermöglicht eine gleichmässige kühle Temperatur zwischen 11 und 14°C. 
Mindestens ein Sonnenplatz sollte den Sommer durch richtig heiss sein, so bis über 35°C denn das mögen sie sehr. 
Im Jahr 2025 hatten wir gleich beim ersten Versuch Babys die im Juli geboren wurden. Die kleinen bleiben bis zur ersten Häutung die zwischen 8-10 Tagen ist, bei der Mutter. Erst danach machen sie sich davon. Die Aufzucht war kein Problem. Schon bald nach der ersten Häutung haben sie selbständig frischgeborene Mäuse angenommen. 

 

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unbekannt von welchem Gebirge

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Santa Rita Mountains