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Nächster SKN-Giftschlangen ist am

 20.05.17 im Snakeparadise

Wechselbilder

  • Naja kaouthia
  • nz05 deinagkistrodon acutus2
  • 090101232

  • h atra 20110729 007
  • Agkistrodon contortrix
  • Agkistrodon pictigaster
  • ahaetulla prasina13
  • Aspidelaps lubricus
  • Atheris squamigera
  • Atheris squamigera1
  • Atheris squamigera2
  • Atheris squamigera3
  • atheris squamigera10
  • Bitis arietans
  • Bitis nasicornis
  • Bitis nasicornis1
  • Bitis rhinoceros
  • Bitis rhinoceros1
  • bitis rhinoceros3
  • Bitis rhinoceros4
  • bitis rhinoceros24
  • bogertophis subocularis12
  • Boiga blandingii
  • Boiga blandingii1
  • Boiga dendrophila
  • boiga dendrophila dendrophila11
  • Bothriechis schlegelii
  • bothriechis schlegelii79
  • Bothriechis schlegelii 20121705 067
  • Bothrops alternatus
  • bothrops asper cr11
  • bothrops asper eq12
  • Bothrops venezuelensis
  • broghammerus timorensis5
  • calloselasma rhodostoma33
  • Cerastes cerastes
  • Cerastes cerastes1
  • Crotalus adamanteus
  • Crotalus adamanteus1
  • Crotalus basiliscus
  • crotalus basiliscus13
  • Crotalus enyo
  • Crotalus enyo w 20110614 002
  • crotalus lepidus klauberi4
  • Crotalus m nigricence
  • crotalus polystictus4
  • Crotalus simus
  • deinagkistrodon acutus32
  • deinagkistrodon acutus83
  • Dendroaspis angusticeps
  • dendroaspis jamesoni kaimosaeH
  • dendroaspis jamesoni kaimosaeP
  • Dendroaspis viridis
  • dendroaspis viridis9
  • Drymobius margaritiferus
  • drymobius margaritiferus17
  • hemachatus haemachatus5
  • h 1 atheris squamigera m 20122908 026
  • h ahaetulla prasina igp2509
  • h atheris squamigera igp2501
  • h atheris squamigera nz10 igp2506
  • h bitis nasicorni 20110612 007
  • h crotalus unicolor 201011127 116
  • h heloderma suspectum 20130405 016
  • h leiopython hoserae nz2010 20101003 005
  • h molossus patagonia arizona 20110721 010
  • h python regius
  • h samarensis 20121402 177
  • h toxycodryas baby 20111211 036
  • Leiopython hoserae
  • naja annulifera31
  • Naja annulifera bild 09 adult
  • naja atra formosa12
  • Naja haje legionis
  • Naja haje legionis1
  • naja haje legionis11
  • naja kaouthia28
  • naja kaouthia32
  • Naja kaouthia bild 01 albino
  • naja mossambica3
  • Naja naja
  • Naja naja1
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  • Naja nigricincta juvenil weib1
  • Naja nivea
  • naja nubiae29
  • naja n nigricollis8
  • Naja pallida
  • Naja philippinensis
  • naja siamensis14
  • naja siamensis26
  • naja sputatrix4
  • Naja sumatrana
  • nivea gelege 20110620 006
  • oxyuranus s scutellatus32
  • oxyuranus s scutellatus40
  • pituophis guttatus20
  • Rhynchophis boulengeri
  • sanzinia madagascariensis16
  • sanzinia madagascariensis21
  • Thelotornis capensis
  • trimeresurus trigonocephalus1
  • trimeresurus trigonocephalus5
  • Zhaoermia mangshanensis

Bitis arietans arietans

Bitis arietans arietans

Puffotter (Merrem, 1820)


Die Puffotter hat einen flachen, breiten und rundlichen Kopf, der sich deutlich von Hals absetzt. Sie besitzt zwischen 12 und 16 Oberlippenschilde und 14 bis 19 Unterlippenschilde. Die stark gekielten Schuppen umgeben die Körpermitte in 29 bis 41 Reihen. Sie hat zwischen 124 und 147 Bauchschilde und zwischen 15 und 39 Schwanzschilde. Puffottern sind als bis über 1,80 Meter grosse bodenbewohnende Giftschlangen bekannt. Es gibt jedoch auch in etlichen Länder und Gebiete kleinbleibende Puffottern, Tiere die ausgewachsen zwischen 60 und 80cm lang werden. Genau diese Gruppe der Puffottern interessieren mich.
Zur Zeit haben wir ein Pärchen aus Tansania die nicht über 80cm lang werden. Das Männchen hat hell und dunkelbraune Zeichnungselemente auf gelbem Grund, das Weibchen rote und braune Zeichnungselemente auf gelbem Grund.
Das zweite Pärchen kommt aus Windhoek, Namibia. Die werden ca. 70cm lang, Diese Tiere werden Schwarzgelb bis schwarzweis, sind jetzt noch Babys und haben noch nicht die adulte Färbung.

Länge: 80 bis 180 cm

Allgemeines

Bitis arietans arietans hat ein riesiges Verbreitungsgebiet in praktisch ganz Afrika, ausser Lybien, Tschad und Ägypten. Auch die Lebensräume varieren von Steppen bis feuchte Wälder. Deshalb ist es selbst wenn man das Herkunftsland seiner Tiere kennt, praktisch nicht möglich zu wissen wie sie zu halten sind, ausser man fängt sie selber ein. Das soll jetzt aber nicht bedeuten dass man sie nicht richtig halten kann, nein das bedeutet dass man einfach herausfinden muss, wie die optimale Haltung für seine Tiere ist. Denn selbst im gleichen Gebiet gibt es Tiere die es lieber etwas feuchter mögen als die anderen Artgenossen zum Beispiel.
Im Klartext bedeutet dass, das folgende Angaben über Lebensraum und Haltung sich nur auf die Tiere bezieht, die ich zu Hause Pflege und die meinigen Nachzuchten. Es kann also sein dass zum Beispiel eine Bitis arietans aus dem gleichen Land, nur 10km entfernt von den meinen Vorkommt, ein etwas anderes Klima bevorzugt.  Deshalb ist es so Wichtig herauszufinden was die eigenen Tiere mögen und was nicht. Dazu möchte ich Euch erklären, mit welchen Mitteln ich arbeite und die optimalen Haltungsbedingungen der jeweiligen Tiere herauszufinden. Zuerst einmal sollte das Terrarium genügend gross sein. Je grösser umso mehr kann ich verschiedene Klimaabstufungen erwirken. Ich arbeite gerne mit UV-Spots um aufwärmzohnen zu erschaffen. Die werden vorteilshaft auf einer Seite erschaffen, damit es auf der anderen Seite der Terrarienlänge kühler ist. So kann man einfach die beforzugten Temperaturen herausfinden. Erschafft man in einem Teil des Terrariums eine feuchteren Abschnitt hat man schon bald die gewissheit, welche Klimazone sie bevorziehen. In allen Bereichen dürfen Versteckmöglichkeiten nicht fehlen. Auch Klettermöglichkeiten mit Ablagen in der Höhe dürfen nicht fehlen. Puffottern nutzen auch gerne Ablagen in der Höhe. Wenn man mit Wasser das Terrarium und die Tiere einmal die Woche abspritzt dann merkt man sehr schnell ob sie es mögen. Einige Tiere trinken sofort vom Wasserstrahl, andere wiederum verziehen sich sofort. Bodengrund und alle Materialien im Terrarium sollten Natürlich sein. Erde, Sand, Steine, Holz und Sonnenplätze.

Lebensraum, Haltung und Zucht.

Unsere Tiere von Tansania bewohnt vorwiegend heisse Steppengebiete. Der Untergrund besteht aus Felsen, Steinen und einem trockenen und harten Lehmboden der nur vereinzelt Grasflächen aufweist. Sie brauchen viel Wärme und geniessen die UV-Spots praktisch jeden Tag, selbst im Sommer. Sie geniessen es wenn man einmal die Woche das ganze Terrarium abspritzt. Zuerst verziehen sie sich jedoch kurz um dann sofort wieder kehrt zu machen. Sie trinken auch sehr schnell direkt ab dem Strahl. Einen Sonnenplatz besteht aus Steinplatten die von einer 35Watt HQI bestrahlt wird. Dadurch werden die Steinplatten aufgeheizt was die Tiere extrem geniessen. Sie können aber auch unter die Steinplatten sich verstecken. Die Elterntiere waren Wildfänge aus Tansania und blieben unter einem Meter gesammtlänge. Unsere zwei Adulten Tiere sind zwischen 80 und 90cm lang.

Unsere Tiere aus Namibia bewohnen die Savannen, Steppen und lichten Wälder. In sehr trockenen und heissen Gebiete. Sie liegen oft auf einer Ablage in der Höhe und geniessen ebenfalls die Wärme vom UV-Spot. Bei zu viel Feuchtigkeit bekommen sie gesundheitliche Probleme. Das gilt auch bei zu kühler Luft. Sie brauchen noch mehr Wärme als unsere Tiere aus Tansania. Im Winter habe ich sogar eine Bodenheizung in Betrieb obwohl ich überhaupt kein Fan von Bodenheizungen bin. Doch obwohl sie im Wohnzimmer gehalten werden, da wird es auch im Winter nicht unter 16Grad in der Nacht, ist das für diese Tiere schon zu kalt. Die Grundtemperatur sollte nicht unter 20Grad sein. Die Tagestemperatur unter dem Spot kann 35 Grad betragen. Ansonsten sollte die Grundtemperatur am Tage um die 28-30 Grad sein. Auch sie geniessen das Wassersprühen sehr. Auch trinken sie gerne direkt ab dem Wasserstrahl. Sie sind ausgewachsen zwischen 60 und 70cm lang.

In Kokstad befinden sich viele Farmen, Graslandschaften und ein rauhes Klima mit grossen Schwankungen. Unsere Tiere aus Kokstad werden um die 60-80cm lang. Sie mögen es nicht zu warm und sie halten sich mehr versteckt auf als die Tiere aus Tansania oder Namibia. Sie liegen sehr selten unter dem UV-Spot. Klettern und in der Höhe liegen tun sie jedoch gerne. Auch am Boden nehemn dem UV-Spot liegen sie zwischendurch gerne. Doch die Grundtemperaturen können gut zwischen 26 und 28 Grad liegen mit einem Aufwärmplatz von etwas über 30 Grad. Wir haben 1.2 Tiere im Terrarium zusammen und können die auch ohne Probleme im Terrarium füttern.

Das Futter besteht vorwiegend aus Nagetieren wie Mäusen und Ratten. Sie verschmäht jedoch auch Vögel, Echsen und Kröten nicht. Wir füttern alle Puffottern im Terrarium. Bei den Tieren aus Namibia müssen wir am meisten aufpassen dass es zu keiner beisserei kommt. Dafür trennen wir die Tiere einfach ein wenig im Terrarium. Am einfachsten ist es wenn ein Tier am Boden und das andere Tier in der Höhe liegt. Natürlich sollte man nie mit Futter kommen wenn beide Tiere zusammen liegen. Das Futter wird in der regel nach dem zubeissen fest gehalten und nicht mehr los gelassen.

 

Diverses

Bitis arietans gehört zu den Schlangen die sich bei Bedrohung in der Regeln zuerst zurückziehen. Der Kopf wird zurückgezogen, leicht schräg und nach unten gelegt. Es ist sehr selten das sie einfach vorschnellen und zubeissen. Trotzdem ist natürlich äusserste Vorsicht im Umgang geboten. Durch die grosse Menge an Gift welche bei einem Biss abgegeben werden kann sind die Vergiftungen bei einem Vollbiss enorm stark und Lebensbedrohlich.

 

Nachzuchten

Im Alter von 5 Jahren haben wir den ersten Nachwuchs bekommen. Das Weibchen hat am 28.05.2014 6 Babys geboren plus diverse Wachseier. Leider hat ein Baby eine Deformation und musste eingeschläfert werden.

Die kleinen sind mit einer Länge zwischen 18,5 und 20,5 cm und mit einem Gewicht zwischen 9,7 und 10,3Gramm auf die welt gekommen. Zwischen 5 und 15 Minuten nach dem sie die Eihülle durchstossen haben, haben sie sich schon gehäutet. Für die weitere Aufzucht werden sie einzeln in Boxen gehalten.

 

Giftwirkung und Symptome, die bei einem Vollbiss eintreten können:

Autopharmakologische Gifteffekte

  • Übelkeit, Erbrechen
  • Arterielle Hypotension unter anderem durch erhöhte Gefässpermeabilität und Vasodilitation verursacht.
  • Hypovolämischer Schock

 Lokale Gifteffekte

  • Lokale Schwellung und starke Schmerzen
  • Nekrose, lokale Blasenbildung
  • Ekchymosis, Thrombose

 Hämostatische Gifteffekte

  • Spontane systemische Blutung, Gingivablutung
  • Epistaxis, Tage nach Bissunfall

 Kardiale Gifteffekte

  • Hypotension, Bradykardie

 Renale Gifteffekte

  • Akutes Nierenversagen

 Erste Hilfe

  • Notarzt- Krankenwagen anrufen und Ruhe bewahren
  • Haustüre aufschliessen, Schmuck wie Ringe abziehen
  • Kein Aufschneiden an der Bissstelle oder sonst wo
  • Keine Kompressionsbinde anlegen
  • Schocklagerung durchführen

 Antivenin

  • SAIMR, Polyvalent Antivenom, Süd Afrika

 Wirksamkeit des Antivenins

Siehe auch Angaben des Herstellers. Bei frühzeitiger Gabe besteht eine grosse Chance, keine Nekrosen zu bekommen.

Das Antivenin ist auch bezüglich Hypotension und Bradykardie wirksam, wenn das intravasale Volumen gleichzeitig wieder hergestellt wurde.

 

Das Tansania- Pärchen

Namibia- Tiere

Bitis arietans aus Kokstad, Südafrika